Mit einigen Tagen Abstand nach dem EM-Aus im Viertelfinale gegen Spanien hat sich Toni Kroos nun zur strittigen Situation rund um das vermeintlich strafbare Handspiel von Marc Cucurella geäußert.
“Ich habe mich bis heute zurückgehalten, selbst im letzten Podcast haben wir gesagt, darüber reden wir nicht”, sagte Kroos zunächst in seinem Podcast “Einfach mal Luppen”.
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Doch nun brach er auf Nachfrage eines Fans dennoch sein Schweigen zu dieser Schlüsselszene aus die Viertelfinale bei der Heim-EM.
“Sauer wurde ich erst, als ich es nach dem Spiel gesehen habe, also …“, dann unterbrach Kroos und atmete durch: “… lassen wir das.”
Im Spiel selbst habe Kroos die Situation aus seiner Position auf dem Platz gar nicht wahrgenommen. “Das heißt, in dem Moment bist du dann nicht so sauer auf den Schiedsrichter, weil du das selbst nicht so einschätzen kannst. Ich habe dann natürlich auf den Schiri geachtet. Der war ja der Meinung, dass er sich das nicht mal anschauen musste beziehungsweise der Videoschiedsrichter war der Meinung, ihm zu sagen: Musst du dir nicht anschauen, ist kein Handspiel”, erklärte Kroos, der schon vor der EM sein Karriereende für den Sommer 2024 verkündete.
Kroos hat eine konkrete Vermutung, war der Schiedsrichter sich die Szene nicht noch einmal auf dem VAR-Bildschirm angeschaut hat.
“Ich glaube, dass er es sich wenigstens hätte anschauen müssen. Ich glaube aber, das Problem ist: Er wusste, wenn er es sich anschaut, dann muss er ihn geben. Und ich hatte das Gefühl, er möchte ihn nicht unbedingt geben in so einem Spiel”, mutmaßt der frühere Mittelfeldstratege, der mit dem DFB-Team 2014 in Rio de Janeiro Weltmeister wurde.
Zahlreiche Experten, etwa der frühere Topschiedsrichter Urs Meier, sind hingegen der Meinung, dass der Unparteiische im Spiel zwischen Deutschland und Spanien richtig entschied, indem er beim Handspiel von Cucurella eben nicht auf Elfmeter entschied.